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Blockchain als unabhängige Institution

Die Blockchain soll als unabhängige (weil dezentrale) Institution eingesetzt werden, die eine gemeinsame Entscheidungsfindung moderiert. Kann das funktionieren?

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Fragen zur Methodik

Haben Sie Fragen zur vorgestellten Methodik oder weiteren Erläuterungsbedarf?

Bitte stellen Sie hier ihre Fragen, wir versuchen diese kurzfristig zu beantworten.

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Auswirkungen einer blockchain-getriebenen Entscheidungsfindung

Für wen könnte sich eine blockchain-getriebene Entscheidungsfindung Ihrer Meinung nach negativ auswirken?

Kommentare

Nicht die Methodik selbst, aber die hier gewählte Vermittlungsart der Methodik kann sich negativ auf Anwender der deutschen Grammatik auswirken, wenn der Blick auf "Blockchain-getrieben" fällt. Auch bei der Nutzung von Anglizismen werden Adjektive weiterhin klein geschrieben.

Diese hier beschriebene Methodik, bei der hinter der Blockchain-Abstimmung letztlich nur Akteure mit Individualinteressen stehen, widerspricht in ihrer Logik bislang noch dem im Projekt ursprünglich (so wie ich es verstanden habe) angedachten Ziel, dass sich der Wald "selbst verwaltet". Denn der Wald hat selbst hier keine Möglichkeit, sich zu beteiligen. Zu Beginn wird das Beispiel des kommunalen Waldes genannt, über den nur die Bewohner einer Kommune abstimmen sollen. Dies würde die globale Funktion des Waldes für Erhalt von natürlichem Gleichgewicht konterkarieren, wenn nicht die Mehrheit der Bewohner diese wünscht. Insofern wäre es doch im Sinne von Biodiversität, Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz zu bevorzugen, dass bei einem kommunalen oder staatlichen Wald bestimmte Akteure (Forstamt, übergeordnete Umweltämter) Veto-Rechte haben bzw. bestimmte nicht verhandelbare Kriterien bestimmen können, welche die natürliche Funktion des Waldes erhalten bzw. (bei den meisten Forsten) wiederherstellen. Also dass gerade nicht alle die gleichen Mitbestimmungsmöglichkeiten erhalten. Eine ähnliche Frage stellt sich für Wälder/Forste in Privatbesitz: Wie kann man private Eigentümer davon überzeugen, dieses Tool zu nutzen, um das öffentliche Interesse in Bezug auf den eigenen Besitz (der in großem Maße eigentlich Gemeingut ist) zu erheben. Hier sehe ich schon eher einen Sinn in der Gleichstellung aller Akteure. Allerdings könnte dies auch wiederum die Gefahr bergen, dass dabei wieder die Ökosystem"dienstleistungen" hinten runter fallen und der Waldbesitzer gegenüber den Behörden die Realisierung des Ergebnisses der Abstimmung einfordern (z.B. ein Erlebnis- oder Kletterwald mit hohem Freizeitwert), anstatt die ihm möglicherweise unliebsameren (da strikteren und ökonomisch weniger interessanten) Vorgaben der Forstbehörde zu akzeptieren.