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Wie sinnvoll sind gemeinsame Entscheidungsfindungen in der Waldwirtschaft?

Unser Projekt untersucht digitale Wege zur Partizipation an der Waldbewirtschaftung.
Es stellt sich jedoch auch die Frage: Sind gemeinsame Entscheidungsfindungen überhaupt sinnvoll in der Frage der Waldbewirtschaftung?

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Anwendungsfall Waldwirtschaft - Kann der gewählte Ansatz funktionieren?

Wie gut kann die gewählte Methodik für den Anwendungsfall Waldwirtschaft funktionieren? Was muss aus Ihrer Sicht noch bedacht werden? Wo sehen sie Stärken aber auch Schwächen? Geben Sie uns Ihr Feedback.

Kommentare

Ich kenne viele Waldbesitzer, vor allem im südlichen Brandenburg. Altersdurchschnitt und Bildungsstand würden bei einem Großteil dieser Besitzer leider dazu führen, dass diese Methodik für sie fehlschlagen würde. Mit einer einfacheren Sprache könnte man dem schon entgegenkommen, aber trotzdem müssten noch viele (digitale) Hürden überwunden werden.

Lieber Johannes,
danke für dein Feedback bzgl. der Sprache, das wir für die Kommunikation mit anderen Zielgruppen beachten werden. Welche weiteren digitalen und nicht-digitalen Hürden siehst du denn noch?

Viele Grüße
Lisa Frach
Moderation

Den Ansatz, Waldbewirtschaftung für partizipative Prozesse zu öffnen, finde ich sehr gut. Allerdings sehe ich ein großes Problem in widersprüchlichen Annahmen und Zielsetzungen , die in Bezug auf Wald existierieren. Wie beispielsweise Holznutzung oder Stilllegung hinsichtlich ihrer Klimawirkung individuell beurteilt werden, wird einen großen Einfluss auf das Antwortverhalten haben. Und da sind sich nicht nur fachunkundige Personen, sondern auch Expert*innen, oft uneins.
Wäre es deshalb möglich und nötig, eine solche Abfrage mit einer Aufbereitung des Wissensstandes (in all seiner Uneindeutigkeit) und der existierenden Zielsetzungen in Bezug auf Wald zu verbinden?

Lieber Gast,

danke für Ihren Kommentar! Hier die Antwort aus dem Forschungsteam:
Widersprüchliche Zielsetzungen in der Waldbewirtschaftung sind üblich. Dies kann mit Methoden der Multikriterienanalyse berücksichtigt werden. Inwieweit jemand Expert*in genug ist, ist eine schwierige Frage, zu der es sicher mehrere unterschiedliche Antworten gibt. Daher zielt dieser Ansatz darauf ab, eine gemeinsame Entscheidungsfindung durchzuführen, bei der zunächst einmal jeder eingeladen wird. Ferner sieht der Ansatz aber auch vor, die genannten Kriterien allgemeinverständlich zu halten. Die Entscheidungskriterien sollen nicht nur repräsentativ für die Stakeholder sein, sondern auch allgemein akzeptiert sein. Zur Akzeptanz gehört auch, dass sie verstanden werden. Und dass sie verstanden werden, ist eine der Voraussetzungen, um darüber urteilen zu können. So können wir dem Problem des heterogenen Wissensstandes über alle Beteiligten hinweg entgegenwirken.

Haben Sie dazu weitere Fragen oder Anmerkungen?

Beste Grüße
Lisa Frach
Moderation